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Die häufigsten Ektoparasiten bei Hunden

Unter den blinden Passagieren, die unsere Haustiere begleiten können, unterscheiden wir zwischen Ektoparasiten und Endoparasiten. Ektoparasiten sind Parasiten, die sich meist im Fell des Hundes aufhalten. Endoparasiten sind Parasiten, die „im Inneren“ leben und meist mit dem Verdauungssystem verbunden sind, obwohl sie auch die Atemwege befallen, im Blut und im Herzen vorkommen oder sogar im Harnsystem beziehungsweise unter der Haut leben können. Im heutigen Artikel beschreibe ich kurz, was wir im Hundefell finden können.

Die häufigsten Ektoparasiten bei Hunden:

  • Flöhe – sie sind wahrscheinlich die häufigste Art von Ektoparasiten, die wir im Hundefell antreffen können. Ein Befall kommt sowohl bei jungen als auch bei älteren Hunden häufig vor. Das Vorhandensein von Flöhen zeigt sich meist durch starken Juckreiz, insbesondere im Rücken- und Lendenbereich. Häufig können infolge des Kratzens Hautveränderungen auftreten. Manche Hunde reagieren allergisch auf Flohspeichel; in diesem Fall spricht man von einer Flohspeichelallergie beziehungsweise einer allergischen Flohdermatitis. Im Verlauf dieser Erkrankung kann es zu übermäßigem Haarausfall und Hautentzündungen kommen, sogar zur Bildung von Abszessen. In solchen Fällen ist eine regelmäßige Parasitenprophylaxe besonders wichtig. Erwähnenswert ist, dass wir bei Flöhen im Hundefell auch einen Befall mit dem Gurkenkernbandwurm vermuten können, da Flöhe dessen Überträger sind. Wenn ein Haustier Flöhe hat, ist die Desinfektion seines Schlafplatzes und der Aufenthaltsorte wichtig – während seines täglichen Lebenszyklus verbringt der Floh nur eine Stunde auf dem Hund. Die restliche Zeit hält er sich in der Umgebung auf.

  •  Zecken – bald hält der Frühling bei uns Einzug, und mit den ersten Sonnenstrahlen werden wir wieder längere Spaziergänge mit unseren Hunden unternehmen. Nicht jeder weiß, dass bereits auf einer städtischen Rasenfläche verschiedene Zeckenarten auf Hunde warten können. Die optimale Temperatur für die Zeckenaktivität beginnt bei 6 Grad. Diese Ektoparasiten ernähren sich vom Blut des Tieres, das sie als Wirt auswählen. Es ist wichtig zu erwähnen, dass nicht nur Hunde ihrem Angriff ausgesetzt sind. Zecken sind auch für Menschen und andere Säugetiere gefährlich. Häufiger wählen sie jedoch Hunde als Wirte, da deren Körpertemperatur höher ist als die des Menschen. Eine Zeckenprophylaxe ist sehr wichtig, da Zecken zahlreiche Krankheiten übertragen. Am häufigsten tritt die Babesiose auf, die unbehandelt tödlich verlaufen kann. Weitere durch Zecken übertragene Krankheiten sind Anaplasmose, Ehrlichiose und Borreliose.

  •  Ohr- und Hautmilben – dabei handelt es sich um zwei Arten von Milben, die bei unseren Haustieren vorkommen können. Meist beobachtet man diese Parasiten bei vernachlässigten oder herrenlosen Hunden, obwohl ich auch schon einen Fall von Räude bei einem Hund mit Besitzern erlebt habe. In dem genannten Fall beunruhigte die Besitzer, dass bei ihnen dieselben Symptome auftraten, nachdem der Hund begonnen hatte, sich zu kratzen. Ohrmilben leben in den Gehörgängen des Tieres und stellen keine Gefahr für Menschen dar. Ein auffälliges Symptom ist starker Juckreiz an den Ohren des Tieres. Durch das Kratzen kann es sogar zu Selbstverletzungen kommen. Außerdem führt ein Befall mit Ohrmilben dazu, dass sich in den Ohren große Mengen eines dunklen, wachsartigen Sekrets ansammeln, was für das Tier zusätzlichen discomfort verursacht. Bei Hautmilben ist die Situation etwas komplizierter, da dieser Parasit auch auf Menschen übergehen kann. Auch hier ist starker Juckreiz das Symptom, allerdings betrifft er in diesem Fall den ganzen Körper. Bei länger anhaltendem Befall kann das Fell allmählich dünner werden, bis kahle Stellen entstehen. Die Diagnose wird anhand einer Hautgeschabseluntersuchung gestellt.

  • Haarbalgmilben beim Hund – dieser Parasit lebt natürlicherweise im Hautepithel des Hundes. Er ist ein sogenannter opportunistischer Organismus, der also bei nachlassender Immunabwehr des Tieres eine Erkrankung auslösen kann. Symptome treten meist bei jungen und älteren Tieren sowie im Verlauf verschiedener Erkrankungen auf, die den Organismus stark belasten. Je nach Alter des Tieres, in dem der Befall auftritt, kann er unterschiedliche Symptome verursachen. Ein charakteristisches Anzeichen sind die sogenannten „Demodikose-Brillen“, also symmetrische kahle Stellen rund um die Augen des Hundes. Diese Parasitenart ist für Menschen nicht gefährlich; jeder von uns hat seine eigene „private“ Haarbalgmilbe.

  •  Haarlinge beim Hund – sie treten am häufigsten bei stärker vernachlässigten Tieren auf. Ein Befall mit diesen Parasiten verursacht beim Tier großen discomfort und ist durch starken Juckreiz sowie schuppige Haut gekennzeichnet. Im Fell des Hundes kann man winzige, gelbliche Insekten erkennen.

  •  Cheyletiella – eine andere Bezeichnung für diesen Parasiten lautet „wandernde Schuppen“, was auf die mit dem Befall verbundenen Symptome zurückzuführen ist. Charakteristisch für einen Cheyletiella-Befall sind zahlreiche Schuppen auf der Haut des Tieres, die tatsächlich an Schuppen erinnern. Überträgt man die Schuppen auf eine glatte Oberfläche, kann man erkennen, dass sie sich bewegen. Ein Befall geht meist mit starkem Juckreiz einher, der mit zunehmender Krankheitsdauer stärker wird. Cheyletiellose ist eine potenzielle Zoonose, das heißt, auch wir Menschen können uns bei unseren Haustieren mit diesem Parasiten anstecken.

Regelmäßige Prophylaxe

Wie man sieht, lauern auf unsere Haustiere viele potenzielle Gefahren in Form von „blinden Passagieren“, die im Fell vorkommen. Zum Glück gibt es dafür eine einfache Lösung: Eine regelmäßige Parasitenprophylaxe bewahrt unsere Tiere vor diesen unangenehmen Begleitern. Auf dem Markt gibt es inzwischen viele verschiedene Präparate, die sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung dienen. Am bekanntesten sind Halsbänder, Tropfen und Tabletten. Der Tierarzt Ihres Hundes verfügt sicherlich über eine große Auswahl solcher Präparate und hilft Ihnen, das beste auszuwählen. In diesem Fall gilt: Vorbeugen ist besser als heilen!

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