Einleitung
Der Maltipoo ist eine Designer-Kreuzung aus Malteser und Toypudel oder Zwergpudel, die in den letzten Jahren zu einer der bekanntesten Hybridhunderassen geworden ist. Sie vereint die Intelligenz des Pudels, die Sanftmut des Maltesers, die geringe Größe und ein gewöhnlich wenig haarendes Fell.
Er ist ein Hund, der stark auf den Kontakt mit Menschen ausgerichtet ist. Er fühlt sich in einer Wohnung und in einer Familie gut aufgehoben, benötigt jedoch regelmäßige Pflege, eine angemessene Ernährung sowie täglich Bewegung und Aufmerksamkeit.
In diesem Ratgeber finden Sie die wichtigsten Informationen zur Herkunft, zum Aussehen, zum Charakter, zur Gesundheit, zur Pflege und zur Ernährung des Maltipoos sowie zu den Haltungskosten und den Nachteilen und Vorteilen dieser Hybridhunderasse.
Maltipoo im Überblick
- Herkunft: Malteser × Toypudel oder Zwergpudel,
- Größe: etwa 20–35 cm,
- Gewicht: etwa 3–6 kg,
- Lebenserwartung: meistens 12–15 Jahre,
- Charakter: gesellig, intelligent, sensibel,
- Fell: weich, wellig oder lockig,
- Haarausfall: gewöhnlich gering,
- Aktivität: mäßig,
- Pflege: anspruchsvoll,
- FCI-Anerkennung: nein.
Herkunft und Beliebtheit des Maltipoos
Maltipoos entstanden in den Vereinigten Staaten gegen Ende des 20. Jahrhunderts durch die gezielte Kreuzung eines Maltesers mit einem Zwergpudel oder Toypudel. Ziel war es, einen kleinen Hund zu erhalten, der die Sanftmut des Maltesers mit der Intelligenz und dem geringen Haaren des Pudels verbindet.
Heute sind Maltipoos sowohl in Nordamerika als auch in Europa beliebt.
Der Maltipoo ist keine von der FCI anerkannte Rasse. Er ist ein Hybridhund, daher können sich sein Aussehen, seine Größe, seine Fellart und sein Temperament stärker unterscheiden als bei Rassen mit einem offiziellen Rassestandard.
Bei der Auswahl eines Welpen sind daher die Gesundheit der Elterntiere, durchgeführte Untersuchungen, die Haltungsbedingungen und eine angemessene Sozialisierung von besonderer Bedeutung.
Aussehen und körperliche Merkmale
Der Maltipoo ist ein kleiner Hund mit einem charakteristischen, „maskenartigen“ Aussehen. Die einzelnen Hunde können sich jedoch je nach den von den Eltern geerbten Merkmalen in Körperbau und Fellart unterscheiden.
Größe
- Größe: etwa 20–35 cm,
- Gewicht: etwa 3–6 kg.
Die endgültige Größe hängt unter anderem davon ab, ob einer der Elternteile ein Toypudel oder ein Zwergpudel war.
Fell
Das Fell des Maltipoos ist in der Regel weich, wellig oder lockig. Es kann weiß, cremefarben, apricotfarben, beige, grau oder mehrfarbig sein.
Charakteristisch sind außerdem die hängenden Ohren, der flauschige Schwanz und das kleine Schnäuzchen.
Charakter und Verhalten
Maltipoos sind in der Regel gesellige Hunde, die schnell lernen und eine enge Bindung zu ihrer Bezugsperson aufbauen. Sie mögen gemeinsame Aktivitäten, Suchspiele und kurze Trainingseinheiten.
Er kommt in einer Familie, auch mit Kindern, gut zurecht, wenn der Kontakt mit dem Hund ruhig und unter Achtung seiner Grenzen erfolgt.
Auf welche Herausforderungen sollte man vorbereitet sein?
Bei manchen Maltipoos kann Folgendes auftreten:
- Neigung zu Trennungsangst,
- Bellfreudigkeit,
- übermäßige Erregung bei zu wenig Bewegung,
- ein großes Bedürfnis nach menschlicher Nähe.
Deshalb sollte man dem Hund von Anfang an beibringen, selbstständig zu sein, ruhig zu entspannen und für kurze Zeit ohne seine Bezugsperson zu bleiben.
Pflege und Hygiene
Das Fell des Maltipoo muss regelmäßig gepflegt werden, da es sich leicht verheddern und verfilzen kann.
Wie pflegt man einen Maltipoo?
- Bürsten: täglich oder alle 1–2 Tage,
- Baden: gewöhnlich etwa alle 3–4 Wochen,
- Scheren: meist alle 4–8 Wochen,
- Augen: bei tränenden Augen regelmäßig reinigen,
- Ohren: kontrollieren und reinigen,
- Krallen: bei Bedarf kürzen,
- Zähne: regelmäßiges Zähneputzen.
Regelmäßige Pflege trägt nicht nur dazu bei, das attraktive Erscheinungsbild des Hundes zu erhalten, sondern auch Hautreizungen, Veränderungen an den Ohren oder Zahnprobleme frühzeitig zu erkennen.
Gesundheit und typische Gesundheitsprobleme
Ein Maltipoo wird normalerweise etwa 12–15 Jahre alt. Er kann jedoch bestimmte Veranlagungen vom Malteser oder Pudel erben.
Zu den häufiger beschriebenen Problemen gehören:
Orthopädische Erkrankungen:
- eine Patellaluxation,
- die Legg-Calvé-Perthes-Krankheit.
Augenerkrankungen:
- PRA,
- Katarakt.
Zahnerkrankungen:
- Zahnstein,
- Zahnfleischentzündung,
- Parodontalerkrankungen.
Dermatologische Erkrankungen:
- Allergien,
- atopische Dermatitis.
Möglich sind auch m.in. ein Kollabieren der Luftröhre, Epilepsie, eine Schilddrüsenunterfunktion oder das White-Shaker-Syndrom.
Das bedeutet nicht, dass jeder Maltipoo erkranken wird. Eine wichtige Rolle spielen Vorsorge, eine richtige Ernährung und Untersuchungen der Elterntiere vor der Zucht.
Ernährung und Fütterung
Ein Maltipoo benötigt ein Alleinfuttermittel, das an sein Alter, Körpergewicht, Aktivitätsniveau und seine individuelle Verträglichkeit angepasst ist. Manche Hunde haben einen empfindlicheren Verdauungstrakt; deshalb sollten neue Produkte schrittweise eingeführt werden.
Maltipoos können sowohl Trocken- als auch Nassfutter fressen. Wenn Sie nicht wissen, welche Form den Bedürfnissen Ihres Hundes besser entspricht, lohnt es sich, die Unterschiede zwischen Nass- und Trockenfutter zu vergleichen.insbesondere im Hinblick auf Kaloriengehalt, Flüssigkeitsversorgung und eine praktische Fütterung.
Wie wählt man das richtige Futter für einen Maltipoo aus?
Bei der Auswahl des Futters sollten Sie Folgendes berücksichtigen:
- das Alter des Hundes,
- Körpergewicht,
- Aktivität,
- die Größe der Kroketten,
- Verdaulichkeit,
- eine Reaktion des Verdauungstrakts,
- mögliche Hautprobleme.
Wenn ein Maltipoo zu Blähungen, weicherem Stuhl oder Appetitlosigkeit neigt, lohnt es sich, die Ernährung eines Maltipoos mit empfindlichem Verdauungssystem. genauer zu betrachten.
Wie oft sollte man einen Maltipoo füttern?
Ein erwachsener Maltipoo erhält meist 2–3 Mahlzeiten täglich. Welpen müssen in der Regel häufiger gefüttert werden.
Die Portionsgröße hängt vom Alter, Körpergewicht, Aktivitätsniveau und Kaloriengehalt des jeweiligen Futters ab. Genauer lässt sie sich anhand einer Fütterungstabelle für Maltipoos nach Alter anpassen. Gewicht und Aktivitätsniveau .
Wie stellt man das Futter für einen Maltipoo sicher um?
Am besten führt man neues Futter über mehrere Tage hinweg schrittweise ein und erhöht dabei seinen Anteil in den aufeinanderfolgenden Mahlzeiten.
Eine plötzliche Umstellung kann Durchfall, Blähungen, Flatulenz oder Appetitlosigkeit verursachen. Sind die Symptome stark ausgeprägt oder halten sie länger an, sollte ein Tierarzt konsultiert werden.
Wie kontrolliert man das richtige Körpergewicht?
Bei einem kleinen Hund kann bereits ein geringfügiger Kalorienüberschuss mit der Zeit zu Übergewicht führen.
Bei einem angemessenen Körperzustand sollten die Rippen unter einer dünnen Fettschicht tastbar sein, und von oben betrachtet sollte eine Taille sichtbar sein. Beginnt die Körperform runder zu werden, lohnt es sich, die Portionen, Leckerlis und das Aktivitätsniveau zu überprüfen.
Wie bewahrt man Futter auf?
Trockenfutter sollte an einem trockenen, kühlen Ort aufbewahrt und die Verpackung gut verschlossen werden. Nassfutter sollte nach dem Öffnen gemäß den Anweisungen des Herstellers im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Kosten für Haltung und Pflege
Der Preis für einen Maltipoo-Welpen kann etwa 6000–12.000 PLN betragen, hängt jedoch von der Herkunft, den Untersuchungen der Elterntiere, den Haltungsbedingungen und anderen Faktoren ab.
Zu den regelmäßigen Haltungskosten gehören vor allem:
- Futter,
- Hundefriseur,
- Vorbeugende tierärztliche Versorgung,
- Pflegeprodukte,
- Spielzeug und Zubehör.
Bei der Auswahl eines Welpen sollte man sich nicht ausschließlich am Preis orientieren. Die Gesundheit der Elterntiere, Untersuchungen und die Bedingungen, unter denen die Hunde aufgezogen werden, sind deutlich wichtiger.
Zweck und Einsatzmöglichkeiten der Rasse
Der Maltipoo eignet sich gut als Familienhund, Begleithund sowie für Personen, die in einer Wohnung leben. Er kann auch für Senioren geeignet sein, sofern seine Bedürfnisse hinsichtlich Bewegung und Pflege angemessen erfüllt werden.
Für wen ist ein Maltipoo eine gute Wahl?
Für eine Person, die:
- einen kleinen Hund möchte, der eng an den Menschen gebunden ist,
- Zeit für täglichen Kontakt hat,
- gemeinsame Spaziergänge und Spiele mag,
- regelmäßige Besuche beim Hundefriseur akzeptiert,
- bereit ist, den Hund konsequent zu erziehen.
Für wen könnte er nicht geeignet sein?
Ein Maltipoo ist möglicherweise nicht für jemanden geeignet, der den Hund täglich viele Stunden allein lässt oder einen Hund erwartet, der nur minimale Pflege und Aufmerksamkeit benötigt.
Eine enge Bindung an den Menschen gehört zu den Merkmalen eines Maltipoos, sollte aber von Anfang an auf gesunde Weise aufgebaut werden.
Vor- und Nachteile eines Maltipoos
Vorteile
- freundliches Wesen,
- hohe Intelligenz,
- leichte Erziehbarkeit,
- geringe Größe,
- gute Eignung für das Leben in einer Wohnung,
- enge Bindung an die Bezugsperson,
- Langlebigkeit.
Nachteile
- Neigung zu Trennungsangst,
- möglicherweise übermäßiges Bellen,
- aufwendige Pflege,
- regelmäßige Kosten für den Hundefriseur,
- Veranlagung für bestimmte gesundheitliche Probleme.
FAQ – häufig gestellte Fragen
Ist ein Maltipoo eine Rasse?
Nein. Ein Maltipoo ist eine Kreuzung aus Malteser und Pudel und keine von der FCI anerkannte Rasse.
Ist ein Maltipoo hypoallergen?
Nicht vollständig. Er haart meist wenig, kann aber dennoch Allergene produzieren, die m.in. in der Haut und im Speichel.
Eignet sich ein Maltipoo für Familien mit Kindern?
Ja, vorausgesetzt, die Kinder gehen behutsam mit dem kleinen Hund um.
Bellt ein Maltipoo viel?
Er kann zum Bellen neigen, besonders wenn er aufgeregt oder gelangweilt ist oder auf Geräusche reagiert.
Wie oft muss ein Maltipoo geschoren werden?
Meist etwa alle 4–8 Wochen.
Wie lange lebt ein Maltipoo?
In der Regel etwa 12–15 Jahre.
Wie groß wird ein Maltipoo?
Er erreicht meist eine Schulterhöhe von etwa 20–35 cm und ein Körpergewicht von 3–6 kg.
Kann ein Maltipoo allein bleiben?
Ja, aber er sollte schrittweise an das Alleinsein gewöhnt werden. Mehrstündiges Alleinbleiben ohne Betreuung kann für ihn schwierig sein.
Muss man im Herbst die Fütterungsweise eines Maltipoos ändern?
Nicht immer. Wenn sich mit dem Wetterwechsel auch das Aktivitätsniveau des Hundes verändert, sollte man seinen Zustand beobachten und die Futterportion entsprechend anpassen.
Kann sich ein Maltipoo im Herbst erkälten?
Ja. Kälte, Feuchtigkeit und Durchnässung können Infektionen begünstigen. Wenn Husten, Schwäche, Nasenausfluss oder Appetitlosigkeit auftreten, sollte man den Hund tierärztlich untersuchen lassen.
Wie bewahrt man Futter für einen Maltipoo nach dem Öffnen auf?
Trockenfutter bewahrt man am besten an einem trockenen und kühlen Ort in einer dicht verschlossenen Verpackung auf. Nassfutter sollte nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb der vom Hersteller empfohlenen Zeit verbraucht werden.