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Was sind die gefährlichsten Katzenkrankheiten und wie kann man ihnen vorbeugen?

Katzenkrankheiten können sich allmählich entwickeln und lange unbemerkt bleiben. Das Wissen um die Symptome hilft, schneller zu reagieren und mit der Behandlung zu beginnen.

Wichtigste Informationen

Frühe Krankheitsanzeichen können subtil sein. Appetitlosigkeit und Apathie, aber auch Durchfall oder Erbrechen sollten zu einem Tierarztbesuch veranlassen.

Impfungen schützen vor vielen gefährlichen Krankheiten wie Panleukopenie oder FeLV, und regelmäßige Entwurmung sowie Hautkontrollen helfen, Parasiten zu vermeiden.

Ältere Katzen sind besonders anfällig für chronische Krankheiten, darunter Nierenversagen, Diabetes, Schilddrüsenüberfunktion und Hörprobleme.

Woran erkennt man, dass das Haustier an einer Katzenkrankheit leidet?

Freigängerkatzen sind anfälliger für Krankheiten als Wohnungskatzen, da das Risiko außerhalb des Hauses deutlich höher ist. Aufgrund ihrer Unabhängigkeit können Vierbeiner auf Krankheit mit feindseligem Verhalten gegenüber Menschen und anderen Tieren reagieren und sich von jeglicher Gesellschaft isolieren.

Katzen verbergen instinktiv Krankheitssymptome als Abwehrmechanismus, was eine frühzeitige Erkennung im Vergleich zu Hunden erschwert. Die Gefahren durch Katzenkrankheiten können durch eine richtige Ernährung, Hygiene und regelmäßige Tierarztbesuche reduziert werden.

Zu den Symptomen, die bei einer kranken Katze auftreten, gehören außerdem:

• Appetit- und Gewichtsverlust

• Erbrechen

• Durchfall oder Verstopfung

• Fieber

Es werden auch Veränderungen im Fell und auf der Haut sowie Flüssigkeitsabfluss aus Nase und Augen sichtbar sein. Das Haustier wird außerdem Probleme mit schlechtem Atem und beim Wasserlassen haben. Zu weiteren Symptomen von Katzenkrankheiten zählen auch Atemprobleme. Wenn Sie eines der oben genannten Anzeichen bemerken, bringen Sie die Katze zum Tierarzt.

An welchen Katzenkrankheiten kann Ihr Vierbeiner erkranken?

Haut-, Zahn- und Nierenprobleme sowie Probleme mit der Verdauung und Atmung gehören zu den häufigsten Katzenkrankheiten.

 

Infektionskrankheiten bei Katzen

Infektionskrankheiten verbreiten sich leicht, besonders dort, wo Tiere in Gruppen leben. Einige entwickeln sich schnell und verlaufen schwerwiegend, sie gehören zu den gefährlichsten Katzenkrankheiten, aber viele können durch Impfungen und angemessene Pflege wirksam verhindert werden.

Katzenschnupfen

Dies ist eine der häufigsten Virusinfektionen bei Katzen. Besonders gefährdet sind junge Tiere und solche, die in Gruppen leben. Die Krankheit wird durch zwei Viren verursacht: Herpesvirus (FHV-1) und Calicivirus (FCV).

Typische Symptome sind Niesen, Husten, Fieber, Nasen- und Augenausfluss sowie Appetitlosigkeit. Die Katze kann geschwächt sein und die Nahrungsaufnahme verweigern, weshalb sie manchmal zwangsgefüttert werden muss. Die Behandlung basiert auf antiviralen Medikamenten und regelmäßiger Reinigung von Maul und Augen. Wenn der Schnupfen länger anhält, werden auch Antibiotika in die Therapie einbezogen.

Panleukopenie (Tollwut)

Sehr gefährliche Viruskrankheit, verursacht durch FPV. Am schwersten erkranken Kätzchen, die keine Immunität von der Mutter erhalten haben oder nicht geimpft wurden. Das Virus befällt den Verdauungstrakt, das Knochenmark und die Immunzellen.

Die Symptome sind starkes Erbrechen, Durchfall, Dehydration, Fieber und Apathie. Die Behandlung besteht in intensiver Flüssigkeitszufuhr, Verabreichung von Antiemetika und Antibiotika zum Schutz vor Infektionen. Der Krankheit kann durch Impfungen vorgebeugt werden.

Katzen-AIDS (FIV)

FIV ist ein Virus, das dem menschlichen HIV ähnelt. Es zerstört das Immunsystem der Katze, wodurch das Tier anfällig für Infektionen wird, die zuvor nicht gefährlich gewesen wären.

Die Symptome treten mit der Zeit auf. Die Katze nimmt ab, wird schwach, hat Fieber und ist häufig krank. Es gibt kein Heilmittel gegen das Virus. Man kann jedoch den Körper der Katze unterstützen, indem man auf Ernährung und Umgebung achtet und Sekundärinfektionen behandelt.

Katzenleukämie (FeLV)

FeLV ist ein Virus, das das Immunsystem schwächt und zu Tumoren, Anämie sowie schweren Infektionen führen kann. Es zählt zu den tödlichen Katzenkrankheiten. Infizierte Tiere sind oft geschwächt, haben keinen Appetit und nehmen ab.

Mit Fortschreiten der Krankheit können vergrößerte Lymphknoten und wiederkehrende Infektionen auftreten. FeLV ist eine der unheilbaren Katzenkrankheiten, aber bei entsprechender Pflege können die Tiere längere Zeit leben. Es gibt auch eine Impfung, die das Infektionsrisiko verringert.

 

Parasitäre Erkrankungen bei Katzen

Parasiten sind eines der häufigsten Gesundheitsprobleme bei Katzen. Sie können sowohl von innen als auch von außen angreifen, und ihre Anwesenheit zeigt oft nicht sofort sichtbare Symptome.

Darmwürmer

Betreffen hauptsächlich Freigängerkatzen, aber nicht nur. Am häufigsten sind Spulwürmer und Bandwürmer. Sie verursachen Durchfall, Erbrechen, Gewichtsverlust, Blähungen und allgemeine Schwäche.

Die Behandlung besteht in der Entwurmung. Es ist ratsam, regelmäßig den Kot zu untersuchen und vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, besonders wenn die Katze Kontakt zu anderen Tieren hat.

Katzenräude

Tritt in Haut- oder Ohrform auf. Es zeigt sich starker Juckreiz, Rötung, Schuppenbildung und Haarausfall. Bei Ohrmilben tritt außerdem dunkler, wachsartiger Ausfluss in den Ohren auf.

Die Ansteckung erfolgt durch direkten Kontakt mit einem infizierten Tier oder durch gemeinsame Gegenstände wie Schlafplätze oder Futternäpfe. Besonders gefährdet sind junge, ältere und geschwächte Katzen. Die Behandlung kann langwierig sein und erfordert Geduld.

Hemobartonellose

Verursacht durch einen Mikroorganismus, der hauptsächlich durch Flöhe und Zecken übertragen wird. Er befällt die roten Blutkörperchen, was zu Anämie, Fieber, Schwäche und in chronischer Form zu Abmagerung führen kann.

Die Erkrankung verläuft bei mit FIV oder FeLV infizierten Katzen schwerer. Die Diagnose erfordert Blutuntersuchungen und Abstriche. Katzen, die eine Infektion durchgemacht haben, können Träger werden.

Äußere Parasiten

Flöhe, Zecken und Läuse sind typische äußere Parasiten bei Katzen. Sie verursachen Juckreiz, Rötungen, Haarausfall und allergische Reaktionen. Einige übertragen gefährliche Krankheiten, z. B. die Hemobartonellose.

Flöhe können die Ursache für Bandwurmbefall sein. Parasiten verbreiten sich leicht, daher ist regelmäßige Hautkontrolle und Anwendung von Schutzmitteln wichtig.

 

Stoffwechsel- und endokrinologische Erkrankungen bei Katzen

Stoffwechsel- und Hormonstörungen bei Katzen treten meist im Alter auf, können aber auch mit Ernährung oder Lebensstil zusammenhängen. Die Symptome sind oft subtil und daher leicht zu übersehen.

Diabetes

Tritt am häufigsten bei älteren und übergewichtigen Katzen auf. Die Erkrankung ist mit einem Insulinmangel oder einer Insulinresistenz verbunden, was zu erhöhtem Blutzuckerspiegel führt.

Die Katze trinkt bei Diabetes mehr, uriniert häufiger, verliert trotz Appetit Gewicht und ist geschwächt. Die Behandlung besteht aus Insulingabe, geeigneter Ernährung und regelmäßiger Blutzuckerkontrolle.

Schilddrüsenüberfunktion

Betrifft hauptsächlich ältere Katzen. Die Schilddrüse produziert dann zu viele Hormone, was den Stoffwechsel beschleunigt und andere Organe, besonders Herz und Nieren, belastet.

Die Katze kann sehr guten Appetit haben, nimmt aber trotzdem ab. Sie kann auch übererregt, unruhig sein und eine erhöhte Herzfrequenz haben. Die Behandlung umfasst Schilddrüsenmedikamente, eine Ernährungsumstellung und manchmal eine Operation.

Cushing-Syndrom

Dies ist eine seltene, aber ernsthafte Erkrankung bei Katzen, die mit einem Überschuss an Kortisol verbunden ist. Meistens ist ein Tumor der Hirnanhangsdrüse oder der Nebennieren die Ursache.

Die Katze trinkt viel, uriniert häufig, verliert Fell, nimmt zu und wird apathisch. Die Behandlung kann Medikamente oder eine Operation umfassen.

 

Erkrankungen des Verdauungstrakts bei Katzen

Verdauungsprobleme bei Katzen können plötzlich auftreten und schnell zu Dehydration führen. Verschiedene Verdauungsprobleme bei Katzen können sich sehr ähnlich zeigen, daher ist eine schnelle Rücksprache mit dem Tierarzt wichtig.

Pankreatitis

Dies ist eine ernsthafte Erkrankung, die sofortige Hilfe erfordert. Symptome sind Erbrechen, Durchfall, Dehydration, Lethargie, Bauchschmerzen und Appetitlosigkeit.

Die Diagnose basiert meist auf einer Ultraschalluntersuchung. Die Behandlung wird an den Zustand der Katze angepasst und kann Flüssigkeitszufuhr, Schmerzmittel sowie eine fettarme Diät umfassen.

Durchfall

Dies ist ein Symptom, das auf viele verschiedene Erkrankungen hinweisen kann, darunter Infektionen, Nierenerkrankungen oder das Vorhandensein von Parasiten. Oft treten Erbrechen und Apathie begleitend auf.

Bei Kätzchen führt dies schnell zu Dehydration, daher sollte man den Tierarztbesuch nicht aufschieben. Bis zur Diagnose sollte der Katze nur Wasser und leicht verdauliche Nahrung gegeben werden.

Verstopfung

Sie tritt unter anderem bei geringer Aktivität, ballaststoffarmer Ernährung oder nach dem Verzehr schwer verdaulicher Nahrung auf. Mehrtägiges Ausbleiben von Kot in der Katzentoilette sollte aufmerksam machen.

Katzen mit Verstopfung bewegen sich oft unsicher und nehmen beim Versuch, sich zu entleeren, eine unnatürliche Haltung ein. Zur Behandlung werden krampflösende Mittel, Abführmittel und eine Ernährungsumstellung eingesetzt.

Lebererkrankungen

Zu den häufigsten gehören Fettleber, Entzündungen und Leberzirrhose. Symptome sind Gelbsucht, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall, Gewichtsverlust und Schwäche.

Die Ursachen können vielfältig sein, darunter Ernährung, Toxine oder andere Erkrankungen. Die Behandlung richtet sich nach der Diagnose und kann spezielle Futtermittel, unterstützende Medikamente und Flüssigkeitszufuhr umfassen.

Haustier mit einer Erkrankung des Verdauungssystems bei Katzen

 

Erkrankungen des Harn- und Nierensystems bei Katzen

Katzen sind besonders empfindlich gegenüber Störungen der Nieren- und Blasenfunktion. Viele dieser Probleme entwickeln sich schleichend, weshalb ihre Symptome leicht übersehen werden.

Chronische Niereninsuffizienz

Dies ist eine häufige Erkrankung bei älteren Katzen. Sie besteht im allmählichen Verlust der Fähigkeit der Nieren, Giftstoffe aus dem Körper zu filtern.

Symptome sind Erbrechen, Schwäche, Appetitlosigkeit, schlechteres Fell und vermehrter Durst sowie häufigeres Wasserlassen. Die Behandlung basiert auf einer eiweißarmen Diät, nierenunterstützenden Medikamenten und regelmäßiger Flüssigkeitszufuhr.

Harnsteine

Sie entstehen in der Blase oder anderen Teilen des Harnsystems. Sie können das Wasserlassen erschweren oder vollständig blockieren, was mit Schmerzen und Komplikationsrisiken verbunden ist.

Symptome sind häufige Toilettengänge, Blut im Urin, Erbrechen, Apathie und Unruhe. Die Behandlung hängt von der Art der Steine ab und kann Diät, Medikamente oder eine Operation umfassen.

Idiopathische Zystitis

Eine Erkrankung unklarer Ursache, die häufig mit Stress zusammenhängt. Die Katze kann Schwierigkeiten beim Wasserlassen haben, außerhalb der Katzentoilette urinieren und die Intimbereiche ablecken.

Oft treten auch Verhaltensänderungen wie Reizbarkeit oder Aggression auf. Zur Behandlung werden Mittel eingesetzt, die die Blasenwände regenerieren, und Stressfaktoren werden reduziert.

Interstitiale Zystitis

Sie tritt auf, wenn der Urin die beschädigte innere Oberfläche der Blase reizt. Dies führt zu starken Schmerzen und kann andere urologische Probleme imitieren.

In der Therapie werden Substanzen verwendet, die die Schleimhaut der Blase regenerieren. Die Behandlung ähnelt der beim Menschen und wird individuell vom Tierarzt angepasst.

 

Erkrankungen des Bewegungsapparates bei Katzen

Einige Erkrankungen des Bewegungsapparates können die tägliche Funktionsfähigkeit der Katze erheblich beeinträchtigen. Zu den häufigsten gehören Gelenkentzündungen, die ihre Beweglichkeit einschränken.

Gelenkentzündung

Eine chronische degenerative Erkrankung, die Schmerzen, Steifheit und Bewegungseinschränkungen verursacht. Die Katze kann das Springen vermeiden, sich vorsichtiger bewegen und weniger aktiv sein.

Die Behandlung umfasst entzündungshemmende Medikamente, unterstützende Nahrungsergänzungsmittel und gegebenenfalls Physiotherapie.

Autoimmun-arthritis

Verursacht, dass das Immunsystem die Gelenke angreift und Entzündungen hervorruft. Symptome sind Schmerzen, Schwellungen, Bewegungsprobleme und Schwäche.

Die Behandlung besteht in der Gabe von entzündungshemmenden und immunsuppressiven Medikamenten sowie der Linderung der Symptome.

 

Hauterkrankungen und Allergien bei Katzen

Hautveränderungen bei Katzen können verschiedene Ursachen haben. Manchmal sind sie Folge von Allergien, manchmal ein Pflege- oder Parasitenproblem.

Schuppen

Am deutlichsten bei Katzen mit dunklem Fell sichtbar. Zeigt sich in Form von weißen oder gelblichen Schuppen, die sich im Fell ablagern. Kann Folge einer schlechten Ernährung, trockener Luft oder dermatologischer Probleme sein.

Hilft die Einführung von nährstoffreiche Katzenfutter , insbesondere Omega-3-Fettsäuren. Man kann auch ein feuchtigkeitsspendendes Spray für das Fell verwenden.

Allergien

Können ernährungsbedingt, umweltbedingt oder parasitär sein. Häufige Symptome sind Juckreiz, Hautrötungen, Haarausfall und Hautveränderungen.

Bei Futtermittelallergien treten auch Erbrechen oder Durchfall auf. Flohallergien führen oft zu starkem Kratzen und Wunden. Die Behandlung hängt von der Art der Allergie ab und kann eine Diätumstellung, Antihistaminika oder entzündungshemmende Mittel umfassen.

 

Erkrankungen des Atmungssystems bei Katzen

Das Atmungssystem der Katze schützt die Atemwege vor Verschmutzungen, indem es die eingeatmete Luft erwärmt und befeuchtet. Husten oder Atemnot können auf eine Infektion oder andere ernsthafte Erkrankungen dieses Systems hinweisen.

Katzenhusten

Tritt am häufigsten bei Infektionen der Atemwege wie Lungen- oder Bronchitis auf. Kann auch mit Parasiten oder schwerwiegenderen Erkrankungen wie Tumoren einhergehen.

Wenn der Husten anhält, sollte man zum Tierarzt gehen. Nach der Behandlung ist es wichtig, die Abwehrkräfte der Katze zu stärken und das Freigängertum an kalten Tagen einzuschränken.

 

Augen- und Maulhöhlenerkrankungen bei Katzen

Viele Erkrankungen der Augen und des Mauls zeigen deutliche Symptome wie Schmerzen, Ausfluss oder Appetitlosigkeit. Unbehandelt können sie sich schnell verschlimmern, daher sollte man sofort reagieren.

Herausfallen des dritten Augenlids

Betrifft hauptsächlich Freigängerkatzen. Das dritte Augenlid, auch Nickhaut genannt, kann bei Virusinfektionen sichtbar werden. Sein Herabhängen ist ein besorgniserregendes Symptom.

Häufig begleitet von Schwellungen und Rötungen der Augen. Kann auf Bandwurmbefall oder andere Krankheiten hinweisen, daher ist eine schnelle Konsultation mit dem Tierarzt notwendig.

Bindehautentzündung

Dies ist eine der häufigeren Beschwerden bei Katzen. Ursachen können Caliciviren, Mykoplasmen oder Allergien sein. Es tritt trüber Ausfluss aus dem Auge, Rötung und Juckreiz auf.

Die Behandlung besteht in der Anwendung einer antibiotischen Salbe über mehrere Tage. Nach dem Öffnen ist das Präparat nur für eine begrenzte Zeit verwendbar.

Glaukom

Verursacht einen Anstieg des Augeninnendrucks, was Schmerzen verursacht und zum Sehverlust führen kann. Meist ist es eine Folge anderer Augenerkrankungen. Symptome sind Rötung, Verhaltensänderungen und Futterverweigerung.

Die Katze kann auch den Kopf an Möbel oder Boden reiben. Im Anfangsstadium werden Tropfen verwendet, im fortgeschrittenen Stadium ist eine Operation nötig.

Gingivitis

Zeigt sich durch schlechten Appetit, Speichelfluss und Schwellungen im Maulbereich. Ursachen können Zahnstein oder eine plasmazelluläre Entzündung sein.

In schwereren Fällen tritt Blutung auf. Wenn Antibiotika nicht wirken, kann eine Zahnextraktion und die Gabe von weichem Futter notwendig sein.

Parodontalerkrankung

Betroffen sind viele Katzen über drei Jahre. Die Erkrankung entsteht durch Ansammlung von Plaque und Zahnstein, was zu Entzündungen des Gewebes um den Zahn führt.

Symptome sind blutendes Zahnfleisch, Schmerzen, schlechter Atem und wackelige Zähne. Die Behandlung umfasst Zahnreinigung, Antibiotika und manchmal Zahnextraktionen.

 

Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems bei Katzen

Herzprobleme können sowohl Rassekatzen als auch Mischlinge betreffen. Die Symptome sind oft unspezifisch, daher sind regelmäßige Untersuchungen wichtig.

Kardiomyopathie

Sie kann bereits bei jungen Katzen auftreten, sogar zwischen dem zweiten und vierten Lebensjahr. Betroffen sind verschiedene Rassen, darunter Maine Coons, Britisch Kurzhaar, Perser, Siamkatzen, Rex, Sphynx und Bengalen, aber auch Hauskatzen.

Die häufigsten Symptome sind Atembeschwerden, Lethargie, Schwäche und Ohnmacht. Die Krankheit kann zu plötzlichem Herztod führen. Die Diagnose erfolgt durch eine Herzultraschalluntersuchung. Die Behandlung ist unterstützend und verbessert die Lebensqualität der Katze.

Tier mit Symptomen einer Katzenkrankheit, nämlich Atemproblemen

 

Neurologische Erkrankungen bei Katzen

Erkrankungen des Nervensystems bei Katzen äußern sich durch Bewegungsstörungen, Krampfanfälle oder ungewöhnliches Verhalten. Selbst eine einzelne Episode sollte mit einem Tierarzt besprochen werden.

Epilepsie

Dies ist eine neurologische Störung, die wiederkehrende Krampfanfälle verursacht. Sie kann genetische, traumatische oder idiopathische Ursachen haben.

Neben Krampfanfällen sind Bewusstlosigkeit und ungewöhnliches Verhalten Symptome. Die Behandlung besteht in der Verabreichung von Antiepileptika und der Beobachtung zur Vermeidung auslösender Faktoren.

 

Tumoren und Erkrankungen des Bindegewebes bei Katzen

Tumoren bei Katzen können sich in verschiedenen Organen und Geweben entwickeln. Zu den Symptomen gehören unter anderem Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Geschwüre und Schmerzen.

Lymphom

Dies ist ein Tumor des Lymphsystems und einer der häufigsten bei Katzen. Die Symptome umfassen vergrößerte Lymphknoten, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und Schwäche.

Die Behandlung basiert auf Chemotherapie, manchmal unterstützt durch Medikamente oder Strahlentherapie. Die Prognose hängt von der Lage und dem Fortschritt der Krankheit ab.

Plattenepithelkarzinom

Dies ist ein aggressiver Hauttumor, der am häufigsten bei Katzen mit hellem Fell auftritt. Die Veränderungen entwickeln sich an sonnenexponierten Stellen wie Nase oder Ohren.

Die Symptome sind Geschwüre, Blutungen und Schmerzen. Die Behandlung besteht in der chirurgischen Entfernung des Tumors, manchmal wird auch eine Strahlentherapie angewendet.

 

Genetische und vererbbare Krankheiten bei Katzen

Manche Krankheiten entwickeln sich aufgrund angeborener Defekte und können bereits im frühen Lebensstadium der Katze auftreten. Meist betreffen sie die Nieren oder das Herz.

PKD

Dies ist eine erbliche Nierenerkrankung, die zur Bildung von Zysten führt. Sie betrifft hauptsächlich Perserkatzen und verwandte Rassen. Mit der Zeit stören diese die Nierenfunktion und können zu Nierenversagen führen.

Die Symptome sind vermehrter Durst, häufiges Wasserlassen, Appetitlosigkeit, Erbrechen und Lethargie. Die Behandlung ist unterstützend und basiert auf ständiger Überwachung des Gesundheitszustands.

 

Alterung und geriatrische Erkrankungen bei Katzen

Bei älteren Katzen treten Veränderungen auf, die das tägliche Leben beeinträchtigen. Einige entwickeln sich langsam und sind schwer vorzubeugen.

Hörverlust

Dies ist ein häufiges Problem bei älteren Katzen. Es kann durch Alterung, aber auch durch Infektionen, Verletzungen oder Tumore verursacht werden.

Die Symptome sind fehlende Reaktion auf Geräusche, lauteres Miauen und Verhaltensänderungen. Die Behandlung hängt von der Ursache ab, und der Halter sollte die Umgebung an die Bedürfnisse des Tieres anpassen.

 

Plötzliche Zustände bei Katzen

Manche lebensbedrohliche Situationen bei Katzen treten plötzlich auf und erfordern sofortiges Handeln. Je schneller Hilfe geleistet wird, desto größer sind die Chancen auf Genesung.

Hypothermie

Sie tritt auf, wenn die Körpertemperatur unter den Normalwert sinkt. Besonders gefährlich ist sie für Kätzchen und ältere Tiere.

Die Symptome sind Zittern, Lethargie, langsamer Puls und Atembeschwerden. Die Behandlung besteht darin, den Körper zu wärmen, Flüssigkeiten zu verabreichen und die Ursache der Unterkühlung zu ermitteln.

 

Zusammenfassung

Katzen leiden an vielen verschiedenen Erkrankungen. Dazu gehören Virusinfektionen, Probleme mit Nieren, Herz, Bewegungsapparat sowie altersbedingte Symptome. Einige entwickeln sich langsam und zeigen Anzeichen wie Appetitlosigkeit, Verhaltensänderungen, Schwierigkeiten beim Wasserlassen, Erbrechen oder Atemnot.

Andere Krankheiten, wie Pankreatitis, treten plötzlich auf und erfordern schnelle Hilfe. Das frühzeitige Erkennen der Symptome und regelmäßige Tierarztbesuche erhöhen die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung. Die Vorbeugung umfasst Impfungen, eine geeignete Ernährung und Hygiene.

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