Ein kastrierter Hund benötigt deine Aufmerksamkeit. Es ist wichtig, ihn richtig zu füttern und darauf zu achten, dass er die Operationswunde nicht öffnet.
Wichtigste Informationen
Bereits am ersten Tag nach dem Eingriff kann dein Liebling nach Hause zurückkehren, und am zweiten Tag kann er einen kurzen Spaziergang machen.
Die Wunde nach der Kastration des Hundes sollte innerhalb von zwei Wochen verheilen. Dann werden auch die Fäden gezogen.
Symptome, die du dem Tierarzt melden musst, sind unter anderem ein Appetitverlust, der länger als zwei Tage anhält, sowie Schwellungen und Ödeme im Bereich der Wunde.
Wie pflegt man einen Hund nach der Kastration?
Sofern keine Gegenanzeigen vorliegen, kann der Hund am Tag der Kastration nach Hause zurückkehren. Der Tierarzt kann geeignete Medikamente und Antibiotika verschreiben.
Gib dem Hund am Tag nach dem Eingriff Futter. Es sollten kleine Portionen von leicht verdaulichem Futter sein, um sein Verdauungssystem nicht zu belasten. Sorge außerdem für ausreichend Wasser. Am zweiten Tag kannst du deinen Liebling bereits auf einen kurzen Spaziergang mitnehmen.
Die Kastration kann die Aktivität des Hundes verringern. In Kombination mit einem verlangsamten Stoffwechsel nach dem Eingriff neigt der Vierbeiner dazu, zuzunehmen. Deshalb empfehlen viele Ratschläge nach der Kastration, den Hund nicht zu überfüttern und ihm eine passende Hundenahrung zu geben.
Am besten ist eine Nahrung mit reduziertem Kaloriengehalt, reich an Nährstoffen und vor allem an Eiweiß. Nach der Regeneration sollte der Hund zu seiner früheren körperlichen Aktivität zurückkehren.
Wie lange dauert die Heilung der Wunde nach der Kastration des Hundes?
Die Wunde nach der Kastration sollte innerhalb von zwei Wochen verheilen. Wenn keine selbstauflösenden Fäden verwendet wurden, werden diese bei einem Tierarztbesuch entfernt.
Wie sieht die Wunde nach der Kastration des Hundes aus?
Die Haut wird leicht rötlich-rosa sein. Die Ränder sollten zusammenwachsen und der Schnitt sauber sein. Eine stärker gerötete Wunde in den ersten Tagen der Heilung ist normal. Am ersten Tag nach dem Eingriff kann eine geringe Menge Blut austreten.
Hunde mit heller Haut zeigen oft deutlichere Blutergüsse um die Operationsstelle. Diese können auch erst einige Tage nach der Operation auftreten und durch das Unterlaufen von Blut unter die Hautränder größer erscheinen.
Um Heilungsprobleme zu vermeiden, vermeide intensive Anstrengungen und beschränke die körperliche Aktivität deines Hundes idealerweise für zwei Wochen nach dem Eingriff. Achte außerdem darauf, dass die Wunde in dieser Zeit sauber und trocken bleibt.
Verzichte auch auf das Baden des Hundes nach der Kastration. Wichtig ist die Reinigung der Wunde. Am besten verwendest du dafür einen sterilen Wattebausch und sauberes, abgekochtes Wasser oder ein spezielles Reinigungsmittel, falls vom Tierarzt empfohlen.
Schmerzt die Wunde nach der Kastration den Hund?
Das Tier wird anfangs Unbehagen durch die Heilung und die Fäden spüren. Dazu gehören unter anderem Stechen, Brennen und Jucken. Deshalb wird dein Liebling versuchen, an die Wunde zu gelangen, was zu einem erneuten Öffnen führen kann.
Deine Aufgabe ist es, das zu verhindern. Lass den Hund die Wunde nicht an Möbeln oder Teppichen reiben. Nimm ihm auch den Operationskragen nicht ab, bis die Fäden gezogen sind. Bei Problemen kann der Tierarzt auch geeignete Schmerzmittel empfehlen.
Welche Symptome deuten auf Komplikationen nach der Kastration des Hundes hin?
Aufgrund hormoneller Veränderungen ist Traurigkeit beim Hund nach der Kastration häufig. Bei besorgniserregenden Symptomen solltest du jedoch den Tierarzt oder den tierärztlichen Notdienst kontaktieren. Dazu gehören unter anderem:
• anhaltender Appetitverlust länger als zwei Tage,
• erhöhte Temperatur,
• Schwellungen nach der Kastration,
• Krampfanfälle.
Manchmal kommt es auch zu Harninkontinenz bei kastrierten Rüden. Deshalb solltest du das Hundebett mit Folie auslegen, die du wechseln kannst.
Blutungen im Hodensack oder aus der Samenarterie können zu einem Hämatom nach der Kastration führen. In diesem Fall kannst du Eiswickel anwenden, um das Symptom zu lindern. Eine Schwellung des Hodensacks nach der Kastration ist ebenfalls ein Symptom, das du melden solltest.
Ist der Hund nach der Kastration ruhiger?
Die Entfernung der Hoden senkt den Hormonspiegel, der das Territorialverhalten beeinflusst, und kann das Verhalten des Hundes nach der Kastration deutlich verändern. Besonders in den ersten zwei Tagen nach dem Eingriff ist der Hund oft sehr müde. Es kommt auch vor, dass der Hund nach der Kastration nicht laufen möchte. Das ist eine natürliche Reaktion auf die Narkose und den Eingriff.
Aggressionen treten bei kastrierten Hunden deutlich seltener auf als bei nicht kastrierten Tieren. Der Hund markiert sein Revier weniger und sein Trieb lässt nach, wodurch er weniger zum Weglaufen oder zur Jagd nach Partnern neigt.
Zusammenfassung
In der Regel kann der Hund am Tag des Eingriffs nach Hause zurückkehren. Am zweiten Tag kann er bereits spazieren gehen. Nach zwei Wochen sollte die Wunde verheilt und die Fäden gezogen sein. Schone den Hund vor intensiver Anstrengung und achte darauf, dass die Wunde sauber und trocken bleibt.
Da die Wunde brennen und jucken kann, wird der Vierbeiner meist einen Operationskragen tragen. Achte auf Symptome wie Schwellungen und Ödeme im Wundbereich und melde diese dem Tierarzt. Eine dauerhafte Folge des Eingriffs ist, dass der Hund ruhiger wird und weniger zum Weglaufen neigt.