Viele von uns können sich ein Leben ohne Hund nicht vorstellen. Schon seit dem Kindergartenalter träumten wir von einem Vierbeiner; einige von uns (Glückspilze) bekamen dieses großartige Geschenk von ihren Eltern. Andere wiederum wählten bereits als Erwachsene den schönsten Welpen aus einem Zuchtwurf aus und luden ihn in ihr Zuhause ein. Meist fällt es uns schwer, die Frage zu beantworten, warum wir einen Hund haben wollten. Wir spürten einfach ganz deutlich, dass unsere Familie ohne einen Vierbeiner nicht vollständig ist.
Wer Hunde nicht besonders mag, kann unzählige ihrer Nachteile aufzählen und viele Argumente gegen ihre Haltung anführen. Man kann dies nur mit der Feststellung zusammenfassen, dass solche Menschen durch diese Einstellung sicherlich viel verpassen und ihr Leben deutlich ärmer ist. Denn einen Hund zu haben, bringt schließlich viele Vorteile, oder?
1. Gesundheitliche Vorteile
Wie viele Stunden am Tag verbringt der durchschnittliche Mensch vor dem Fernseher oder Computer? Gemeint ist natürlich die sogenannte Freizeit nach der Arbeit (bei der die meisten von uns ohnehin vor einem Bildschirm sitzen). Wie oft hat der durchschnittliche Mensch auf einen Spaziergang oder einen Ausflug in den Wald verzichtet und sich eine „gute“ Ausrede gesucht? Hundebesitzer tun dies mit Sicherheit seltener. Viel seltener! Und das kommt ihnen zugute. Wenn man einen Hund zu Hause hat, kann man nicht auf den Spaziergang verzichten, „weil man keine Lust hat“ oder „weil es regnet“. Dank unseres Vierbeiners bekommen wir jeden Tag eine ordentliche Portion Bewegung. Und wenn der Vierbeiner temperamentvoll ist, können wir uns einer hervorragenden Kondition und Figur rühmen. Außerdem werden wir durch diese Art von Gymnastik seltener krank. Wissenschaftliche Studien belegen, dass das Streicheln eines Hundes den Puls und den Blutdruck senkt! Der Kontakt mit einem Hund kann eine ideale Therapie für Menschen mit Bluthochdruck sein.
Wenn es um gesundheitliche Vorteile geht, sollte man auch die Macht der Hundenase erwähnen. Solche Situationen gehören zwar nicht zum Alltag, kommen aber dennoch vor und zeugen von der außergewöhnlichen Begabung von Hunden. Gemeint sind Fälle, in denen ein Hund bei seinem Besitzer eine ernste Krankheit (meistens ist von Krebs die Rede) erspürt hat, obwohl dieser selbst nichts davon wusste. Indem der Hund übermäßiges Interesse an einer bestimmten Körperstelle zeigt, etwa durch beharrliches Lecken oder Beschnüffeln, macht er den Besitzer auf diesen Bereich aufmerksam und motiviert ihn zu einem Arztbesuch.
Und noch etwas: Einen Hund zu haben, verlängert das Leben eines Menschen! Hundebesitzer leben durchschnittlich drei Jahre länger als Menschen ohne Hund.
2. Entspannung und Wohlbefinden
Die tägliche Bewegung, die wir uns durch ausgedehnte Spaziergänge mit unserem Hund verschaffen, führt zur Ausschüttung von Endorphinen in unserem Körper. Wir werden also mit Glückshormonen überschüttet. Wir sind zufriedener mit unserem Leben, fröhlicher und entspannter. Außerdem schlafen wir nach körperlicher Anstrengung deutlich besser. Man kann daher mit Recht sagen, dass Hundebesitzer zufriedener und entspannter sind als Menschen, die keinen Hund haben.
3. Soziale Kontakte
Sprichst du unterwegs manchmal fremde Menschen an und beginnst einfach so ein nettes Gespräch mit ihnen? Solche Situationen kommen eher selten vor. Alle eilen aneinander vorbei, ohne auf andere zu achten, vertieft in ihre alltäglichen Sorgen. Aber wenn du mit deinem Hund spazieren gehst und eine Person mit einem ebenso tollen Vierbeiner triffst? In solchen Fällen kommt es viel häufiger vor, dass ihr miteinander Kontakt aufnehmt. Ihr unterhaltet euch vielleicht einfach über eure Tiere.
Sicher erinnerst du dich jetzt daran, wie oft andere Menschen dich angesprochen haben, weil sie von deinem Hund begeistert waren. Hunde ziehen die Aufmerksamkeit auf sich! Sie erregen Interesse und motivieren zum Kontakt. Es gibt bekannte Geschichten über Menschen mit Behinderungen, die isoliert von der Gesellschaft lebten. Sobald solche Menschen von Hunden begleitet wurden, vergrößerte sich ihr Bekanntenkreis auf erstaunliche Weise. Sie wurden nicht mehr übersehen. Ein Hund kann dabei helfen, das Eis zu brechen, Schüchternheit zu überwinden und neue, interessante Beziehungen aufzubauen.
4. Der Hund als Therapeut
Ein Hund baut eine sehr enge Bindung zu seiner Bezugsperson auf. Er besitzt die natürliche Gabe, die Gefühlslage eines Menschen zu erspüren. Wenn du deshalb weinst oder traurig bist, erwartet der Hund nichts von dir, sondern kommt nur (und das ist schon viel!) zu dir, um bei dir zu sein. Er beurteilt und kritisiert dich nicht. Seine Anwesenheit gibt dir Halt. Unter anderem aus diesen Gründen sind Hunde wunderbare Therapeuten für Kinder – sowohl für gesunde Kinder als auch für Kinder mit Behinderungen oder Autismus. Sie regen die Kinder dazu an, sich der Welt zu öffnen und sich körperlich zu rehabilitieren usw., während sie gleichzeitig all ihre Einschränkungen akzeptieren. Allein durch seine Anwesenheit zu Hause leistet der Hund wertvolle therapeutische Arbeit, denn er akzeptiert den Menschen in seiner Gesamtheit und bedingungslos.
5. Disziplin sowie das Erlernen von Gewissenhaftigkeit und Verantwortung für Kinder
Ein Hund braucht regelmäßige Spaziergänge, Mahlzeiten, Training und Tierarztbesuche. Dadurch entwickelt der Mensch Gewissenhaftigkeit und Disziplin. Die einem Kind übertragenen Aufgaben im Zusammenhang mit der Betreuung des Hundes lehren es Verantwortung. Der Kontakt mit einem Vierbeiner, insbesondere von klein auf, fördert außerdem Empathie und Sensibilität für ein anderes Lebewesen. Natürlich muss das Kind bereits alt genug sein, um die Betreuung des Hundes übernehmen zu können. Wichtig ist auch, dass unser Haustier tolerant gegenüber kindlichen Streichen ist und ein familienfreundlicher, sanfter Hund ist.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Beziehung zu einem Hund ist für einen Menschen eine einzigartige Erfahrung und bringt unglaubliche Freude. Natürlich kann sie manchmal mit gewissen Schwierigkeiten oder Entbehrungen verbunden sein (welche Beziehung ist schon frei davon?), doch diese können die Zufriedenheit und das Glück, die aus der Bindung zu einem Vierbeiner entstehen, nicht überschatten.
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