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Was soll man einem Hund mit Durchfall füttern? Was kann man ihm geben, damit er sich schnell besser fühlt?

Durchfall beim Hund ist eines der häufigsten Verdauungsprobleme, mit denen sich Hundebesitzer konfrontiert sehen. Er kann plötzlich auftreten – nach einem Futterwechsel, nachdem der Hund beim Spaziergang etwas gefressen hat oder infolge von Stress. Auch wenn es sich in vielen Fällen nicht um eine ernsthafte Erkrankung handelt, ist Durchfall immer ein Zeichen dafür, dass der Verdauungstrakt des Hundes Unterstützung benötigt.

Die wichtigste Rolle bei der Genesung spielt die richtige Ernährung. Leicht verdauliches Futter kann den Darm beruhigen, Reizungen lindern und dem Hund helfen, schneller zu seinem normalen Zustand zurückzukehren.

In diesem Ratgeber erfahren Sie:

·       womit man einen Hund mit Durchfall füttern sollte

·       was man einem Hund bei Verdauungsproblemen geben kann

·       welche Produkte den Magen des Hundes beruhigen können

·       was man einem Hund bei Durchfall auf keinen Fall geben darf

·       wann ein Tierarztbesuch erforderlich ist

1. Warum hat der Hund Durchfall?

Durchfall beim Hund ist eine natürliche Reaktion des Körpers auf etwas, das den Verdauungstrakt reizt. Der Darm beschleunigt seine Tätigkeit, um schädliche Stoffe so schnell wie möglich aus dem Körper zu entfernen.

Die häufigsten Ursachen für Durchfall beim Hund sind:

o   plötzlicher Futterwechsel

o   Fressen von etwas Verdorbenem

o   Nahrungsmittelunverträglichkeit

o   Allergie gegen Futterbestandteile

o   bakterielle Infektionen

o   Parasiten

o   Stress

Oft beginnen Verdauungsprobleme schon deutlich früher, bevor Durchfall auftritt. Bei vielen Hunden sind Blähungen oder übermäßiger Abgang von Gasen das erste Anzeichen. Wenn ein Hund regelmäßig nach dem Futter Blähungen hat, kann das bedeuten, dass seine Ernährung nicht richtig zusammengestellt ist oder schwer verdauliche Zutaten enthält.

2. Symptome von Durchfall beim Hund

Durchfall wird bei Hunden häufig von weiteren Symptomen begleitet, die helfen können, den Gesundheitszustand des Tieres einzuschätzen.

Am häufigsten treten folgende Symptome auf:

o   häufiger Stuhlgang

o   sehr weicher oder wässriger Kot

o   Appetitlosigkeit

o   Schwäche

o   Bauchschmerzen

o   Blähungen

o   übermäßiger Abgang von Gasen

Wenn zusätzlich zum Durchfall Erbrechen, Blut im Kot oder starke Schwäche auftreten, sollte schnellstmöglich ein Tierarzt kontaktiert werden.

3. Was kann man einem Hund bei Durchfall geben?

Die wichtigste Regel ist, leicht verdauliche Produkte zu füttern, die den Verdauungstrakt des Hundes nicht belasten.

Bei erwachsenen Hunden wird häufig ein kurzes Fasten von etwa 12 Stunden empfohlen. Dadurch können sich die Därme erholen und das gereizte Verdauungssystem beruhigen.

Nach dieser Zeit kann eine leicht verdauliche Ernährung eingeführt werden.

Am häufigsten empfohlen werden:

gekochter weißer Reis
gekochtes Huhn ohne Haut
gekochter Truthahn
gekochte Karotte
Kürbispüree

Dieses Futter ist leicht verdaulich und hilft, die Darmtätigkeit zu stabilisieren.

4. Ernährung für Hunde mit Durchfall – was darf ein Hund fressen?

Die am häufigsten eingesetzte Ernährung bei Verdauungsproblemen ist Huhn mit Reis.

Reis wirkt stabilisierend auf den Darm, während Huhn leicht verdauliches Eiweiß liefert. Am häufigsten wird folgendes Verhältnis verwendet:

70 % Reis
30 % Fleisch

Das Futter sollte in kleinen Portionen, aber häufiger als gewöhnlich gegeben werden – sogar 4- oder 5-mal täglich.

Ebenfalls gut geeignet sind:

o   gekochte Karotte

o   Kürbis

o   gekochter Truthahn

5. Ist Nass- oder Trockenfutter besser?

Viele Tierhalter fragen sich, ob ein Hund mit Magenproblemen Trocken- oder Nassfutter fressen sollte. Nassfutter enthält mehr Wasser und ist häufig leichter verdaulich. Daher eignet es sich bei manchen Hunden während Verdauungsproblemen besser. Trockenfutter ist dagegen oft eine konzentriertere Energiequelle.

In der Praxis hängt alles von der Reaktion des jeweiligen Hundes und der Qualität des Futters ab. Die Unterschiede zwischen diesen Fütterungsarten haben wir ausführlicher in unserem Artikel darüber beschrieben, wann sich Nass- oder Trockenfutter für Hunde besser eignet.

6. Hausmittel zur Linderung von Durchfall beim Hund

In vielen Fällen klingt der Durchfall beim Hund durch eine leicht verdauliche Ernährung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ab. Neben der Umstellung der Nahrung gibt es auch einige Hausmittel, die helfen können, die Symptome zu lindern und das Verdauungssystem des Hundes zu unterstützen.

Reisschleim und leicht verdauliche Ernährung

Eine der am häufigsten empfohlenen Hausmittel ist Reisschleim oder sehr weich gekochter Reis mit Karotten. Diese Nahrung ist magenschonend und hilft, die Darmtätigkeit zu stabilisieren.

Häufig wird auch weich gekochter Reis mit Karotten verwendet. Er wirkt beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt und versorgt den Hund mit Energie, ohne den Darm übermäßig zu belasten.

Eine solche leicht verdauliche Ernährung ist der erste Schritt bei leichtem Durchfall.

Aktivkohle für Hunde

Aktivkohle ist ein bekanntes Mittel, das bei Vergiftungen und Magenproblemen eingesetzt wird. Ihre Wirkung beruht darauf, Giftstoffe im Magen-Darm-Trakt zu binden, sodass sie schneller aus dem Körper ausgeschieden werden können.

Manche Tierhalter geben Hunden bei leichten Verdauungsproblemen Aktivkohle. Es ist jedoch immer ratsam, die Dosierung zuvor mit einem Tierarzt abzusprechen.

Kaolin und Bentonit

In Tierarzneimitteln, die bei Durchfall eingesetzt werden, finden sich häufig Substanzen wie Kaolin oder Bentonit. Sie haben adsorbierende Eigenschaften – sie helfen dabei, Giftstoffe und überschüssiges Wasser im Darm zu binden.

Diese Bestandteile finden sich in vielen tierärztlichen Präparaten für Hunde                    mit Darmproblemen.

Probiotika und Präparate zum Wiederaufbau der Darmflora

Während eines Durchfalls kommt es häufig zu einem Ungleichgewicht der Darmflora. Daher können Probiotika und Präbiotika hilfreich sein, da sie den Wiederaufbau der Darmbakterien unterstützen.

Auf dem Markt sind zahlreiche spezielle Präparate zum Wiederaufbau der Darmflora erhältlich. Diese Produkte helfen, die Darmfunktion zu stabilisieren und die Dauer des Durchfalls zu verkürzen.

Die Flüssigkeitsversorgung des Hundes ist entscheidend.

Während des Durchfalls verliert der Hund viel Flüssigkeit. Deshalb ist es äußerst wichtig, ihm ständig frisches Wasser zur Verfügung zu stellen. In manchen Fällen kann der Tierarzt auch Elektrolyte für Tiere empfehlen.

Wenn der Hund kein Wasser trinken möchte oder sehr geschwächt ist, kann eine schnelle tierärztliche Untersuchung erforderlich sein.

7. Kann Durchfall ein Symptom einer Futtermittelallergie sein?

Wenn der Durchfall regelmäßig nach dem Fressen auftritt, kann dies ein Anzeichen für eine Futtermittelallergie oder eine Unverträglichkeit gegenüber Futterbestandteilen sein.

Die häufigsten Allergene in Hundefutter sind:

§  Huhn

§  Rindfleisch

§  Getreide

§  Soja

In solchen Fällen ist häufig eine Umstellung auf eine speziellere Ernährung erforderlich. Ein gut ausgewähltes Futter für allergische Hunde ermöglicht es, Zutaten einzuschränken, die Reaktionen des Körpers auslösen können.

8. Darf man einem Hund Leckerlis geben?

Während eines akuten Durchfalls sollte vollständig auf Leckerlis verzichtet werden.

Nach dem Abklingen der Symptome kann schrittweise zur normalen Ernährung zurückgekehrt werden. Viele Halter greifen dann zu natürlichen Zusätzen, die die Verdauung unterstützen, wie Rinderpansen  , die Bakterien enthalten, welche die Darmflora des Hundes unterstützen.

9. Wie oft sollte man einen Hund bei Durchfall füttern?

Statt zwei großen Mahlzeiten pro Tag sollte das Futter besser in kleineren Portionen gegeben werden.

Am besten eignet sich folgendes Schema:

4–5 kleine Mahlzeiten täglich.

Dadurch wird der Verdauungstrakt des Hundes nicht überlastet.

10. Wie viel Futter sollte ein Hund bekommen?

Nach dem Abklingen des Durchfalls sollte schrittweise zur normalen Ernährung zurückgekehrt werden. Es ist sehr wichtig, die Futtermenge an die Größe, das Alter und das Aktivitätsniveau des Hundes anzupassen.

Wenn du dir nicht sicher bist, welche Futtermenge angemessen ist, kann ein Ratgeber hilfreich sein, der erklärt, wie viel Hundefutter sich in der täglichen Ernährung befinden sollte.

11. Hängt die Ernährung eines Hundes von seiner Rasse ab?

Die Ernährungsbedürfnisse von Hunden können je nach Rasse variieren.

Kleine Hunde haben häufig einen schnelleren Stoffwechsel und benötigen eine kalorienreichere Ernährung. Andere Bedürfnisse hat ein kleiner Maltipoo,  und ein anderer ein sehr aktiver Jack Russell,  deshalb sollte die Ernährung an den Lebensstil des Hundes angepasst sein.

12. So beugst du Durchfall beim Hund vor

Auch wenn sich Verdauungsprobleme nicht immer vermeiden lassen, kann die richtige Vorbeugung das Risiko ihres Auftretens deutlich verringern.

Die wichtigsten Regeln sind:

§  Schrittweise Futterumstellung

§  Fütterung mit hochwertigem Futter

§  Vermeidung von Tischresten

§  Kontrolle der Zusammensetzung des Futters

§  Regelmäßige Entwurmung des Hundes

Bei Hunden mit einem empfindlichen Verdauungssystem ist die Auswahl der richtigen Ernährung besonders wichtig.

 13. Wann ist Durchfall beim Hund gefährlich?

Kontaktiere einen Tierarzt, wenn:

§  Der Durchfall hält länger als 48 Stunden an

§  Blut im Kot tritt auf

§  Der Hund erbricht

§  Der Hund ist sehr geschwächt

§  Der Hund möchte kein Wasser trinken

Besonders gefährlich ist Durchfall bei Welpen und älteren Hunden, da er schnell zu Dehydrierung führen kann.

14. Die häufigsten Fragen von Hundebesitzern

Darf ein Hund mit Durchfall Reis fressen?

Ja. Gekochter weißer Reis gehört zu den am häufigsten empfohlenen Lebensmitteln bei Verdauungsproblemen.

Darf man einem Hund ein Probiotikum geben?

Ja, Probiotika helfen, die Darmflora wieder aufzubauen.

Wie lange kann ein Hund Durchfall haben?

Wenn der Durchfall länger als 48 Stunden anhält, sollte ein Tierarzt kontaktiert werden.

Darf ein Hund bei Durchfall Futter bekommen?

Ja, aber am besten leicht verdauliches oder tierärztliches Futter.

Einen Hund zu verstehen, bedeutet mehr als nur seine Ernährung

Die Gesundheit eines Hundes beginnt mit der richtigen Ernährung, aber ebenso wichtig ist es, seine Emotionen und sein Verhalten zu verstehen. Hunde kommunizieren auf viele subtile Arten mit uns – durch ihre Energie, ihre Reaktionen auf die Umgebung und ihre täglichen Rituale.

Wenn du die Welt mit den Augen eines Hundes sehen möchtest, schau hier vorbei

 

Elżbieta Górnik

Autorin der Bildungsinhalte von Bult | Ökologe

 

 

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